,ewig besitzen wir nur das Verlorene' Henrik Ibsen






31 März 2019

Vincent van Gogh (1853- 1890) III



Selbstbildnis 1889



1888 zog Vincent van Gogh von Paris  nach Arles. Er wollte endlich ungestört im Freien malen, was in Paris jener Zeit nicht gestattet war. Zudem setzte van Gogh seinen Traum um. Er schuf "das Atelier des Südens", in dem Künstler gemeinsam leben und arbeiten sollten. Van Gogh war voller Erwartung und malte wie besessen. Er wollte ein Werk aufweisen, wenn seine Mitstreiter eintreffen. So entstanden auch die vielen Sonnenblumenfeldbilder. Da van Gogh nur ein neues Bild beginnen konnte, wenn er das Letztgemalte aus seinen Gedanken ganz getilgt hatte, griff er zur Beschleunigung des Löschprozesses zum Absinth.
Lediglich Paul Gauguin nahm die Einladung an und fuhr am 23. Oktober 1888 nach Arles. Zwei schwierige Charaktere auf engstem Raum. Nach zwei Monaten gerieten beide um die Weihnachtszeit in einen heftigen Streit, nach dem am folgenden Morgen Gauguin van Gogh bewusstlos in einer Blutlache auffand. Der verständigte van Goghs Bruder und reiste ab. Van Gogh beschuldigte Paul Gauguin, er habe ihm das linke Ohr abgeschnitten. Der wiederum sagte van Gogh sei es selbst gewesen. Es ist anzunehmen, dass beide Künstler nach reichem Absinth Genuss nicht mehr genau wussten, was geschehen war.

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