,ewig besitzen wir nur das Verlorene' Henrik Ibsen






31 März 2019

Han van Meegeren (1889- 1947)



„Hertje“


Der Maler Han van Meegeren lebte mondän. Feine Kleidung, große Villen, teure Kunst, Feste, schöne Frauen und reichlicher Alkoholgenuss. Mit seiner Bildserie „Hertje" gelangte er schon in den zwanziger Jahren zu Ruhm. Mit dem anhaltenden Ruhm verstärkte sich aber auch die Kritik an seiner konservativen Malweise. Die Folgen dieser Kritik sollten sich nach dem Krieg offenbaren. 1945 wurde van Meegeren verhaftet. Es stellte sich heraus, dass van Meegeren u.a. 1942 das Vameer Bild „Christus und die Ehebrecherin" für 1,65 Millionen Gulden an den deutschen Obernazi Hermann Göring verkauft hatte. Am 29. Mai 1945 wurde Han van Meegeren wegen unbefugter Veräußerung niederländischen Kulturgutes und der Feindbegünstigung verhaftet. Beim Verhör am dritten Tag seiner Inhaftierung sagte Meegeren aus, er habe Göring betrogen, er habe keinen Vanmeer verkauft sondern eine Fälschung- einen echten van Meegeren. Untersuchungen folgten. U.a. musste van Meegeren in der Haft vor Experten ein Vameer Bild malen. Man war beeindruckt und der Vorwurf ein Kollaborateur zu sein, war ausgeräumt. Das Niederländische Volk feierte und verehrte fortan Han van Meegeren.



Han van Meegeren:
"Mein Triumph als Fälscher war meine Niederlage als schöpferischer Künstler."

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