,ewig besitzen wir nur das Verlorene' Henrik Ibsen






31 März 2019

Michael Landy (1963) "Art Bin"




© Rotlintfilm/Marc Nordbruch: Künstler Michael Landy

2010 stellte der britische Künstler Michael Landy einen 600 m³ großen Container in die South London Gallery, schrieb Sammler, Galeristen, Museen und Künstler an, dass sie die Werke, die sie als gescheitert empfinden und nicht mehr behalten möchten, in ihm entsorgen können. Er wählte dafür den Titel „Art Bin“. Das Angebot wurde von vielen Künstler aus dem In- und Ausland wahrgenommen. Galeristen und Sammler reagierten nicht. Es mischte sich die Kunst der namhaften (Damien Hirst, Tracey Emin, Sir Peter Blake u.a.) mit denen vieler namenloser Künstler. „Art Bin ist ein Monument des kreativen Scheiterns. Künstler sind durchaus auch an ihrem eigenen Scheitern, an ihren Misserfolgen interessiert. An der Idee des Kunstmülleimers gefällt mir, dass es in dieser Box keine Hierarchie gibt“, sagte Landy in einem Interview mit dem Kunstforum. Da mit dieser Entsorgungsaktion, wie geschätzt wurde, dem Kunstmarkt Millionen von Dollar entzogen wurden, handelt es sich, wie schon bei vielen Landy Werken zuvor, um ein Kunstmarkt kritisches Werk.

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