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© Rotlintfilm/Marc Nordbruch: Künstler Michael Landy
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2010 stellte der britische
Künstler Michael Landy einen 600 m³ großen Container in die South London
Gallery, schrieb Sammler, Galeristen, Museen und Künstler an, dass sie die
Werke, die sie als gescheitert empfinden und nicht mehr behalten möchten, in
ihm entsorgen können. Er wählte dafür den Titel „Art Bin“. Das Angebot wurde
von vielen Künstler aus dem In- und Ausland wahrgenommen. Galeristen und
Sammler reagierten nicht. Es mischte sich die Kunst der namhaften (Damien
Hirst, Tracey Emin, Sir Peter Blake u.a.) mit denen vieler namenloser Künstler.
„Art Bin ist ein Monument des kreativen Scheiterns. Künstler sind durchaus auch
an ihrem eigenen Scheitern, an ihren Misserfolgen interessiert. An der Idee des
Kunstmülleimers gefällt mir, dass es in dieser Box keine Hierarchie gibt“,
sagte Landy in einem Interview mit dem Kunstforum. Da mit dieser
Entsorgungsaktion, wie geschätzt wurde, dem Kunstmarkt Millionen von Dollar
entzogen wurden, handelt es sich, wie schon bei vielen Landy Werken zuvor, um
ein Kunstmarkt kritisches Werk.

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